26. Dezember 2013 admin

Fotografie auch in Österreich „frei“

Kaum zu glauben, aber nach vielen vielen vielen Jahren hat es jetzt auch endlich Österreich geschafft, das Fotografengewerbe zu „befreien“.

Wie wars bisher?

Nur eine kurze Erklärung wie es bisher war… noch vor einigen Jahren war es so, dass man in Österreich kommerziell nur fotografieren durfte wenn man auch ein gelernter „Fotograf“ war – also man eine Fotografen-Ausbildung nachweisen hat können.

Im Herbst 2012 wurde dann das Gewerbe gelockert und es war zumindest möglich für Firmen Fotos zu machen, auch wenn man kein gelernter Fotograf war. Dafür war es nur nötig das Gewerbe als Pressefotograf/Fotodesigner anzumelden. Das kommerzielle Fotografieren von Privatpersonen war aber nach wie vor nicht möglich. Das heißt beispielsweise der hart umkämpfte Bereich der Hochzeitsfotografie war nach wie vor gesperrt.

Wozu?

Ja genau, diese Frage habe ich mir auch immer gestellt. Ich bin der Meinung, dass man als Fotograf ein Künstler ist und eine Kunst sollte auch frei sein. Wenn jemandem die Fotos nicht gefallen, muss er sie ja nicht kaufen. Und auch wenn man vielleicht nicht die besten Fotos macht und trotzdem Käufer findet, ist das auch gut so…

Ich sag immer, wenn man als Krankenschwester/Pfleger keine Ausbildung hat und einen Fehler macht, kann das schwerwiegende Folgen haben… Fotografie ist aber, wie schon gesagt, eine Kunst und da gibt es kein Richtig oder Falsch und wenn man als Fotograf keine Ausbildung hat und einen Fehler macht, kann vielleicht „der richtige Moment“ verpasst werden, aber mehr kann auch nicht passieren. Aber das kann genauso einem „Profi-Fotografen“ passieren. ;-)

Was kommt jetzt?

„Der Markt wird jetzt von Amateuren überflutet – die den Markt zerstören“… genau diese Angst haben jetzt viele Fotografen. Es wird jetzt auch sicher einige Hobby-Fotografen geben, die ihr Glück als Berufsfotografen versuchen wollen, aber ich bin mir sicher, dass sich der Markt nach kurzer Zeit beruhigen wird und nur die überbleiben, die auch gute Qualität liefern. Die einzige Gefahr sehe ich darin, dass es sicher viele Hobbyfotografen gibt, die sich unter ihrem Wert verkaufen und somit den Preis beziehungsweise Wert der Fotografie zerstören. Anderseits sehe ich darin auch eine Chance für die Branche, da ja bekanntlich „Konkurrenz den Markt antreibt“ und somit müssen sich auch alt eingesessene „Analogfotografen“ wieder mehr bemühen damit sie nicht von den „Neueinsteigern“ überrollt werden.

 

Bis bald

Alex